Freitag, 3. Dezember 2010
Von Juliane Lorenz
Ich fange ganz am Ende an, mit meiner einzigen persönlichen Begegnung mit Jean Genet im damaligen West-Berlin, zu der mich der Produzent von Querelle Dieter Schidor bat, ihn zu begleiten. Allerdings weigerte er sich anfangs mir zu sagen, mit wem wir uns treffen würden. Er meinte nur es sollte eine Überraschung sein. Das war an einem sonnigen Samstagmorgen im Frühjahr 1983, und kurz darauf bogen wir mit einem Taxi zum Hotel Gerhus, in die Brahmsstrasse im Berliner Grunewald ein. Erst dann rückte er mit seinem Geheimnis heraus: Wir würden Jean Genet treffen!
"Erinnerungen an Jean Genet" vollständig lesen...
Samstag, 6. März 2010
Von Daniel Kletke
Nach dem Paukenschlag, mit dem BERLIN ALEXANDERPLATZ vor drei Jahren auf der Berlinale für Furore gesorgt hatte, war man nun doch besonders gespannt: Die Messlatte für die Rainer Werner Fassbinder Foundation und ihre Präsidentin, Juliane Lorenz, lag ungemein hoch, als es nach 37 Jahren zur Uraufführung von Rainer Werner Fassbinders WELT AM DRAHT remastered kam.
"RWFs WELT AM DRAHT bei der 60. Berlinale" vollständig lesen...
Montag, 24. November 2008
Von Juliane Lorenz Es ist etwas über ein Jahr her, dass uns Peter W. Jansen in der Foundation in Berlin besuchte. Er wollte ein Essay über Pitigrillis Roman Kokain schreiben und interessierte sich natürlich für die Drehbuchfassung, die RWF für den Produzenten Horst Wendlandt schon geschrieben hatte.
"Zum Andenken an Peter W. Jansen" vollständig lesen...
Mittwoch, 23. August 2006
Meine Damen und Herren,
vor dem Haus war ich noch pünktlich, bloß drinnen konnte ich nicht pünktlich sein, da eine Fachakademie doch mit großem Nachdruck wegen ihrer Raumprobleme protestierte und ich kann es einfach grundsätzlich nicht leiden, an Demonstranten vorbei zu gehen, sondern halte es für wichtig, ins Gespräch zu kommen, was uns dann in aller Kürze gelungen ist.
"Ansprache Christian Ude, Oberbürgermeister von München, zur Tauffeier der RWF-Fachoberschule für Sozialwesen und Gestaltung in München im Juli 2006" vollständig lesen...
Verehrter Bürgermeister, Lieber Christian Ude, Verehrte Frau Stadtschulrätin, Liebe Elisabeth Weiß-Söllner, Liebe Ehrengäste, liebe Lehrer und Schüler … Liebe Hanna, liebe Rosel, lieber Harry, lieber Theo und Charly Lieber Rainer Unglehrt, Nun sind wir zusammengekommen und feiern die Namensgebung der Städtischen Rainer-Werner-Fassbinder-Fachoberschule für Sozialwesen und Gestaltung. Die erste Schule der Welt, die seinen Namen trägt.
"Ansprache Juliane Lorenz, President der RWFF, zur Tauffeier der RWF-Fachoberschule für Sozialwesen und Gestaltung in München im Juli 2006" vollständig lesen...
Meine Damen und Herren etc., ich kann und will nun wirklich nicht mehr eingehen auf die Frage, warum RWF eine hinreichend bedeutende Persönlichkeit ist, um einer so großen Schule ihren Namen zu leihen. Dazu wurde und wird heute aus berufenerem Munde genügend gesagt. Meine Frage ist vielmehr: warum brauchen wir überhaupt einen Namen?
"Ansprache Rainer Unglehrt, Direktor der RWF-Fachoberschule, zur Tauffeier der RWF-Fachoberschule für Sozialwesen und Gestaltung in München im Juli 2006" vollständig lesen...
Donnerstag, 16. Februar 2006
Liebster Larry, Lieber Dieter Kosslick, Liebes Berliner Publikum,
Es ist mir eine große Freude, hier gemeinsam mit Ihnen im Film-Palast zu sein, einem der letzten erhaltenen alten Kinos im Westen Berlins. Ich fühle mich tief geehrt, die Laudatio auf Dich, Larry, zu halten, die der Verleihung der Berlinale Kamera vorangeht. Larry, bitte gestatte mir, Deinem Publikum einen kleinen Einblick in Deine bedeutende Arbeit und in das zu geben, was Du seit über dreißig Jahren als Kurator für Film und Medien am New Yorker MoMA machst.
"Berlinale Kamera für Laurence Kardish am 16. Februar 2006" vollständig lesen...
Dienstag, 6. Dezember 2005
Filmafficionados wissen es seit Tagen: Auf der Festveranstaltung zum European Film Award 2005 wurde viel (zu viel) über das Thema Essen geredet, und das half der Stimmung irgendwie über den ganzen langen Abend nicht wirklich auf die Beine. Freilich war die Location an sich schon eine, die sich nicht ohne weiteres in Glamour übersetzte, obgleich es von Stars nur so wimmelte. Und so kochte und köchelte es auf niedriger Flamme vor sich hin. Es regnete förmlich Preise für Caché von Michael Haneke sowie für Julia Jentsch und den Film Sophie Scholl – Die letzten Tage.
"European Film Award 2005 in der Arena Treptow, Berlin, am 3. Dezember 2005" vollständig lesen...
Mittwoch, 5. Oktober 2005
ein RESUMÉE zu Rainer Werner Fassbinders „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ als Oper: szenische Welturaufführung in London
Eine von uns mit Spannung und Enthusiasmus erwartete Herbstaktiviät fand am 16. September im London Colisseum, der English National Opera (E.N.O.) statt. Dort wurde nämlich vor ausverkauftem Haus die Saison mit der Oper „The Bitter Tears of Petra von Kant“ eröffnet. Für das Fassbinder Team war dies in verschiedener Hinsicht ein besonderer Termin, denn wir trafen in London nicht nur auf den irischen Komponisten der Oper, Gerald Barry, sondern Margit Carstensen, die ‚Ur-Petra’, war auch mit von der Partie.
"Fassbinders „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ als Oper" vollständig lesen...
Samstag, 16. Juli 2005
Eine Erinnerung an Rainer Werner Fassbinder Er hätte gern an einem Buch über Michael Curtiz mitgeschrieben, nicht nur wegen CASABLANCA, sondern weil Curtiz mehr als hundert Filme gemacht hat. Was ihn reizte, war für uns unmöglich. Denn wie lange hätten wir gebraucht, die mehr als hundert Filme zu sehen - und ohne eine möglichst komplette Retrospektive für alle, die mitschreiben wollten, hatten wir nie ein Buch zu machen uns erlaubt -, und wie umfangreich wäre ein Buch über mehr als hundert Filme geworden. RWF stand am Flipperapparat in der Bar Majestic, in einer kleinen Seitenstrasse zwischen Croisette und Rue d'Antibes, als wir über Curtiz sprachen, und vorn auf der Maschine lag noch seine brennende Zigarette, während er sich eine neue ansteckte. So habe ich ihn immer erlebt: pausenlos rauchend, und bei Fernsehsendungen mit ihm musste stets die Feuerwehr bestellt werden. Damals in Cannes lief ANGST ESSEN SEELE AUF im Wettbewerb, und Brigitte Mira sollte als beste Darstellerin ausgezeichnet werden. Fassbinder in Cannes war wie Fassbinder überall: er arbeitete unentwegt. Damals, im Mai 1974, kam er in die Kneipe und zum Flippern nur zur Erholung aus seinem Hotelzimmer, in dem er für Brigitte Mira das Drehbuch von MUTTER KÜSTERS' FAHRT ZUM HIMMEL schrieb - dem fünften Film nach ANGST ESSEN SEELE AUF, während MARTHA, FONTANE EFFI BRIEST und FAUSTRECHT DER FREIHEIT schon abgedreht oder ganz fertig waren und vorher noch das Fernsehspiel WIE EIN VOGEL AUF DEM DRAHT in einer Drehzeit von sechs Tagen entstehen musste.
"Er rannte um sein Leben" vollständig lesen...
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